Besiedelt werden Gewässer in unterschiedlichen Sukzessionsstadien von vegetationsarmen Kleingewässern bis hin zu Moorschlenken. Die bisherigen Fundstellen belegen eher eine Bevorzugung vegetationsärmerer, offener und besonnter Gewässertypen. Regelmäßig ist die Art deshalb in den aktuellen und gerade beendeten Abbaugewässern zu finden.

Baumbestandene kleinere und daher stärker beschattete Gewässerufer scheint die Art eher zu meiden. Bei den wenigen Nachweisen dort fehlt in der Regel ein Hinweis zur Bodenständigkeit.

Auen von Fulda und Werra

Gestaltete Flach- und Kleingewässer. Im Zuge von Renaturierungen in der Fuldaaue auch an neuen Seitengerinnen, Gewässerverzweigungen, Bachrenaturierungen sowie beweideten gehölzarmen und stark besonnten permanent wasserbespannten Flutrinnen. Ein Nachweis auch von einem Fuldawehr.

Außerhalb der größeren Auen von Fulda und Werra

Vereinzelt an pflanzen- und sonnenreichen Kleingewässern einiger Naturschutzgebiete. Bodenständig ist die Art auch an Fisch-, Garten-, Parkteichen und Moorgewässern.

Fundstellenkarte

Zahl der TK-Viertel mit Nachweisen im Kreis

18

Fundstellen

48

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
          24.06 (2012)         23.11. (2014)  

- Paare und Eiablage

33 Datensätze im Zeitraum vom 18.08. (2012) bis 13.11. (2013).

Davon 6x im Aug.,16x im Sept., 10x im Okt. und 1x im Nov. (am 13.11. zwei Paare).

Häufigkeit

Häufig. Einstufung in eine Gruppe aus 12 Libellenarten mit 31-48 Fundstellen.

Rote Liste

RLD-, RLH-

Gefährdung

keine

 

Die höchstgelegene Fundstelle der Großen Heidelibelle liegt in einem Steinbruch mit mehreren Kleingewässern bei Friedewald mit ca. 393 m über NN.

Die drei häufigsten Heidelibellen im Vergleich.

Von den drei bei uns häufigeren Heidelibellen ist die Blutrote mit Abstand die häufigste im Kreis (66 Fundstellen). Danach folgen die Große und Gemeind Heidelibelle fast gleichrangig mit 48 und 47 Fundstellen.

An 24 Fundstellen flogen alle drei Arten.

Die Große Heidelibelle scheint nach einer ersten Auswertung eher vegetationsarme oder frisch renaturierte Gewässer zu bevorzugen.

Die beiden anderen Arten sind in höherer Individuenzahl mehr an vegetationsreicheren Gewässern anzutreffen.