Besiedelt wird ein breites Spektrum von Stillgewässern an deren Ufersäumen bevorzugt Weiden und Erlen wachsen. Hier findet die Art geeignete Äste oder Stämme zur Eiablage. Diese Bedingungen stellen sich an allen neu geschaffenen Gewässern ein, die der Sukzession überlassen bleiben.

Fuldaaue

An einigen Gewässern mit einem hohen Anteil an Weichholzauensäumen auch in größeren Populationen.

Werraaue

Nachweise in den Klein- und Flachgewässern mit einem Schwerpunkt in den Naturschutzgebieten "Obersuhler Aue“, "Rhäden bei Obersuhl und Bosserode" ,"Säulingssee bei Kleinensee“,  "Rohrlache von Heringen" und einem Kleingewässer außerhalb der NSG.

Außerhalb der größeren Auen von Fulda und Werra

Regelmäßig und häufig an Gewässern an deren Ufern Weiden und Erlen stehen, insbesondere im Wald und den Waldrandlagen. Darunter Teiche mit Fischhaltung und sonstige Kleingewässer in den ehemaligen Abbaugebieten, die teilweise auch für Naturschutzzwecke angelegt wurden.

Fundstellenkarte

Zahl der TK-Viertel mit Nachweisen im Kreis

19

Fundstellen

39

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
          02.06. (2009)         11.11. (2014)  

Fortpflanzung

Paare mit Eiablage

47 Datensätze im Zeitraum vom 15.08. (2012) bis 31.10. (2014), 7x im August, 22x im September und 19x im Oktober.

Am 20.08.2012 gab es eine Massenpaarung von 50-100 Paaren im NSG „Alte Fulda bei Blankenheim" (Fundstelle D10, Krollbachstau). Auch im NSG "Ulfewiesen bei Weiterode" war am 14.09.14 eine größere Anzahl von Paaren (bis 50) bei der Eiablage und eine größere Zahl von Einzeltieren.

Häufigkeit

Häufig. Einstufung in eine Gruppe aus 12 Libellenarten mit 31-48 Fundstellen.

 

Rote Liste

RLD-, RLH-

 

Gefährdung

keine

Bei dieser Art bestehen noch erhebliche Kartierungslücken. Weitere Fundstellen werden nach den bisherigen Erfahrungen (z.B. Fuldaaue von Solms bis Bad Hersfeld) vermutet. Deshalb sind größere Siedlungslücken nicht zu erwarten. Belegt wird dies durch die intensivere Kartierung in den Jahren 2012-2014 mit 27 neuen Fundstellen.

Der Erstnachweis im NSG „Moor bei Wehrda“ (2013) ist allerdings auch ein Hinweis auf die fortschreitende Gehölzentwicklung dort.